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Zweite Liebe

zweite Liebe

Mit diesem Titel wurde das Buch der Äbtissin Maria Hildegard Brem am 9. April 2018 im Agnessaal des Klosters Gwiggen präsentiert.

 

Die Zisternzienserin und Äbtissin Maria Hildegard Brem hat sich bereits in jungen Jahren zu Gott berufen gefühlt und lebt seit 1977 in der Abtei Mariastern-Gwiggen in Hohenweiler. Dort begegnen ihr immer wieder „spätberufene“, also Menschen die in ihrer Lebensmitte oder sogar noch später Priester oder Ordensleute werden. In ihrem Buch gewährt die Äbtissin mit elf persönlichen Lebenszeugnissen außergewöhnliche Einblicke in die (Gedanken-) Welt hinter den Klostermauern und in das neue Leben mit der „zweiten Liebe“. Unterschiedlichste Beweggründe und Lebenssituationen waren Ursprung für die Neuorientierungen der verschiedenen Personen.

In angenehmer Atmosphäre im Agnessaal las die Autorin Proben aus ihrem Werk.

So erzählt eine Geschichte von einem Vorarlberger, persönlich und wirtschaftlich erfolgreich, der mit 33 Jahren zur Überraschung seines Umfeldes die Priesterausbildung beginnt und mit 44 Jahren geweiht wurde. Oder von einem französischen Koch, der nach fünf Jahren Ehe und der anschließenden Trennung mit dem Fahrrad durch die Sahara gefahren ist. Auf seiner Weltreise erkundete er unter anderem Russland, China und die USA, machte sich dann in Frankreich mit einem Restaurant selbstständig, verspürte aber immer die Sehnsucht nach Stille. Vom Weltenbummler über den Abenteurer zum Mönch, wo er seine Erfüllung fand… Die Lehrerin, die in ihrer Freizeit gerne Freunde getroffen hat, begeisterte Bergsteigerin und Schifahrerin war und mit 61 Jahren ihren Lebensinhalt im Kloster gefunden hat. Und ihren Schritt, an dem sie anfangs selbst zweifelte, nie bereut hat….

In elf persönlichen und spannenden Lebensgeschichten wird erzählt, warum die „spätberufenen“ ihr Leben und ihr Umfeld, dass sie sich schon aufgebaut hatten, aufgeben und noch einmal ein ganz neues Leben begonnen haben.

„Zweite Liebe“ ist im Hofladen im Kloster Gwiggen oder in jeder Buchhandlung erhältlich.

Nach der Vorstellung blieb noch Zeit, dass die die erfahrene Äbtissin Geschichten aus dem eigenen Klosterleben erzählen und Fragen an sie gestellt werden konnten.

Die Buchpräsentation bildet den Auftakt für einen abwechslungsreichen und aktiven Sommer um und im Kloster Gwiggen. Bis im Advent werden von der Kultur Initiative Gwiggen (KIG), die aus der Zisternsienserinnenabtei Mariastern Gwiggen, dem Freundeskreis Mariastern und der Regio Leiblachtal besteht,  verschiedenste Veranstaltungen angeboten: Kräuterwelt der Hildegard von Bingen, Maiandacht mit den Alphornbläsern aus dem Leiblachtal, Kräutersuche und Herstellung von Kräuterbalsa Musikschule Leiblachtal in der Klosterkirche oder „Ein Blick hinter die Kulissen“ (für alle, die noch nie im Kloster waren) um nur einige zu nennen.

Bericht + Bild: Christian Fetz