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Von A nach B: neue Ideen für die Mobilität im Leiblachtal

Besprechung

Die Mobilität ist ein zentraler Schlüssel zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Welchen Handlungsspielraum gibt es im Leiblachtal beiderseits der Grenze für ein nachhaltiges Vorankommen? Rund 30 GemeindevertreterInnen und Fachleute erarbeiteten hierzu bei einer Veranstaltung am 15. September 2017 in Eichenberg einen Fundus möglicher Maßnahmen.

Die Gemeinden der Energieregion Leiblachtal möchten sich nachhaltig entwickeln. Im Rahmen des alpenweiten CESBA Alps-Projekts setzen sie als Pilotregion den Schwerpunkt auf die Energiewende. Unter allen Sektoren verbraucht die Mobilität am meisten Energie: 40 Prozent der CO2-Emissionen stammen aus der Mobilität – und sie ist der einzige Sektor mit steigendem Energieverbrauch. Die Energieregion Leiblachtal und die Regionalentwicklung Vorarlberg luden deshalb Gemeindeverantwortliche und Fachleute zur Veranstaltung „Mobilität im Leiblachtal – Energie und Raumentwicklung neu denken“ ein. Rund 30 Personen, darunter VertreterInnen der benachbarten deutschen Gemeinden, brachten ihre Ideen für eine zukunftsfähige Mobilität bei der Veranstaltung ein.

Ausarbeitung

Von A wie Allgäu nach B wie Bregenz

Martin Reis vom Energieinstitut stellte zu Beginn die Mobilitätssituation im Leiblachtal vor. Wer bewegt sich von wo nach wo und mit welchem Verkehrsmittel? Wie sind die Rahmenbedingungen für die Mobilität im Leiblachtal? Viele Informationen zum Beispiel zu den Pendlerwegen liegen bereits vor. Insbesondere grenzüberschreitend sollten Datenlücken noch geschlossen werden. Werner Thalhammer vom Lebensministerium präsentierte Beispiele, Werkzeuge und Lösungsansätze aus ganz Österreich für nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum.

In interaktivem Austausch sammelten anschließend alle TeilnehmerInnen Ideen, mit welchen Maßnahmen die Mobilität im Leiblachtal nachhaltiger gestaltet werden kann. Sie empfahlen, den Fokus zunächst auf eine bessere grenzüberschreitende Planung des öffentlichen Verkehrs zu legen, die Mobilitätsdrehscheibe am Bahnhof Lochau-Hörbranz zu attraktivieren, die Verkehrsspitzen z.B. am Vormittag zu reduzieren und einen Sanierungsfahrplan unter anderem für die Bus- und Radinfrastruktur zu erstellen. Auch ausgefallenere Vorschläge wie die Prüfung der Potenziale der Schiffsanlegestelle in Lochau kamen auf den Tisch. „Die heutigen Vorschläge runden die Empfehlungen aus unserem Energiekonzept Leiblachtal ab. Nun müssen wir die Umsetzung Schritt für Schritt auf den Weg bringen“, fasst Karl Hehle, Bürgermeister von Hörbranz und Sprecher der Energieregion Leiblachtal, das Ergebnis der Veranstaltung zusammen.

Jetzt liegt der Ball bei den Verantwortlichen aus Gemeinden, Land und Verkehrsunternehmen. Im Rahmen des CESBA Alps-Projekts werden die Energieregion und die Regio-V den Umsetzungsprozess weiter begleiten und unterstützen. In Arbeit sind unter anderem Werkzeuge, um den Fortschritt bei der Energiewende darzustellen. CESBA Alps wird im Rahmen des Alpenraumprogramms der EU kofinanziert.

Die Vorträge der Referenten, ein Ergebnisbericht und Fotos der Veranstaltung sind verfügbar unter http://de-wiki.cesba.eu/wiki/Vorarlberg_(Leiblachtal)#Projektaktivit.C3.A4ten  

Kontakt: Peter Steurer, Regionalentwicklung Vorarlberg, peter.steurer@regio-v.at, 05579 71713

Bildmaterial (© Regio-V)

1: Ideen sammeln und Prioritäten setzen: Viele Maßnahmenvorschläge zur Mobilität im Leiblachtal kamen auf den Tisch.

2: Der Dialog zwischen Bürgermeistern, GemeindevertreterInnen und Experten aus Österreich und Deutschland ist ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige Mobilität im Leiblachtal.

 

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