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Bürgerdialog in Möggers

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Bevölkerung für Windkraftanlage

Die Stimmung beim Bürgerdialog am 12. März in Möggers für ein mögliches Windkraftwerk am Pfänderrücken beflügelt und bestätigt Projektbetreiber und Bürgerinnen gleichermaßen.
Fast auf den Tag genau 3 Jahre nach dem Reaktorunglück von Fukushima unterstützten die anwesenden BürgerInnen das Projekt einer Windkraftanlage als wichtigen und sichtbaren Beitrag für eine atom- und frackingfreie Energiezukunft. „Die Vorteile überwiegen die Nachteile“, wie eine der Teilnehmerinnen mit großer Zustimmung aus der Runde die Situation zusammenfasst. Auch die anwesenden Bürgermeisterkollegen Georg Bantel und Alfons Rädler bestätigten die stark positive Grundstimmung zu diesem Projekt, das sie auch persönlich unterstützen.
In der Veranstaltung, in der alle Altersgruppen vertreten waren, stellten gerade auch Jugendliche die Forderung an die Politik, hier ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen zu wollen. „ Die bisherigen Messergebnisse lassen auch erwarten, dass mit einer einzigen Windkraftanlage etwa 6 Millionen kWh an elektrischer Energie erzeugt werden kann. Genug um 1200 Haushalte mit Strom zu versorgen oder 10% des Strombedarfs im Leiblachtal abdecken zu können“, wie Projektleiter Franz Rüf erklärt. Finanzierung durch Beteiligung der BürgerInnen ist auch der Schlüssel im Geschäftsmodell, das aktuell von der AEEV für ein mögliches Bürgerwindkraftwerk ausgearbeitet wird. „Denn die BürgerInnen sollen es selbst in der Hand haben, ob eine Windkraftanlage in Ihrem Lebensraum errichtet und betrieben werden soll“, wie Energiekoordinator Bertram Schedler erläutert.Mit den potentiellen Grundstückeigentümern wurden daher bereits Zufahrtsrechte und Kaufoptionen vereinbart. Auf Basis der laufenden Messungen am Pfänderturm und den LIDAR-Messungen im letzten Jahr wird bis Juni ein banktaugliches Norm-Gutachten zur Wirtschaftlichkeit vorliegen.
Umweltverträglichkeits-prüfung und vogelkundliche Gutachten befinden sich in Vorbereitung.
Ebenso wird ein regionales Entwicklungskonzept mit Bürgerbeteiligung vorbereitet, was von Seiten des Landes Vorarlberg für ein potentielles Genehmigungsverfahren gefordert wird.
Schließlich soll gegen Ende des Jahres das offizielle Genehmigungsverfahren beantragt werden. Zur weiteren Information und Diskussion findet am 23. April im neu eröffneten Kurhaus in Scheidegg die nächste Zusammenkunft von BürgerInnen statt.
Ebenso wird die Windkraft ein Schwerpunktthema in der Leiblachtaler Umweltwoche Anfang Juni sein.


Bertram Schedler
Energiekoordinator Leiblachtal

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